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Eric Sansonnens

Das Werk von Eric Sansonnens lädt uns dazu ein, die Beobachtung der offenkundigen Komplexität des Materials hinter uns zu lassen, in die Tiefe zu gehen, den Ursprung der Anarchie zu erforschen, das Wesen des Materials zu ergründen. Seinen Vermittlungsauftrag sieht der Künstler nicht etwa darin, die Welt zu zeigen, wie sie ist, sondern so, wie er sie sieht. In diesem Sinne vermittelt das wichtigste Metier von Eric Sansonnens, das Holzhandwerk, einen deutlichen Eindruck: Den tiefen Respekt vor dem Rohmaterial. Im ersten Schritt trifft Eric auf seine Arbeit. Der Baum, den er für seine Arbeit nutzt, wird niemals entwurzelt, sondern aus bereits geschnittenen Stämmen ausgewählt. Ist die Wahl einmal getroffen, geht der Bildhauer durch den Wald. Er untersucht die Strukturen im Detail, prüft die Widerstandsfähigkeit, findet die Schwächen. So schenkt er einer Pflanze, die ansonsten als Brennholz enden würde, ein zweites Leben. In einem brutalen, geräuschvollen Zweikampf schneidet Eric das Material mit der Motorsäge zurecht. Das Ergebnis ist eine abstrakte, aus dem Holz hervortretende Form. Zwar imitiert die Kunst die Natur, doch geschieht dies durch die Brille des Bildhauers. Der Ansatz von Eric Sansonnens rollt eine roh gezimmerte Brücke aus zwischen den komplexen und unbewussten Strukturen von Holz und Mensch, der seine Emotionen erforscht, um elementare Formen an die Oberfläche zu holen. Gleichzeitig erhält der Betrachter direkten Zugang zum Universum des Künstlers, ohne Erklärungen von außen.

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