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Allen
Jones

Allen Jones, geboren 1937 in Southampton, ist eine Schlüsselfigur der britischen Pop Art. Er ist bekannt für seine Skulpturen und Gemälde, die sich mit Sexualität und Popkultur auseinandersetzen. Berühmt ist er für seine ikonischen Skulpturen von Frauen in provokanten Posen und seine kontroversen Werke.

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Leuchtend rote Skulptur von Allen Jones, die eine sitzende Frau darstellt.

Allen Jones studierte Malerei und Lithografie am Hornsey College of Art in London, bevor er sein Studium am Royal College of Art fortsetzte, wo er mit Künstlern wie David Hockney und R. B. Kitaj verkehrte. Seine Arbeiten erregten 1961 auf der Ausstellung „Young Contemporaries“ Aufsehen, die den Beginn der britischen Pop Art markierte.

1963 erhielt Jones den Preis für junge Künstler auf der Biennale von Paris, und 1986 wurde er zum Mitglied der Royal Academy of Arts gewählt – eine offizielle Anerkennung seines Einflusses und seines bedeutenden Beitrags zur britischen Kunst. Von 1990 bis 1999 war er Kurator des British Museum in London.

Jones hat international in Einzel- und Gruppenausstellungen ausgestellt, darunter mehrere Retrospektiven. Seine Werke befinden sich in renommierten Sammlungen, unter anderem im British Museum, der Tate und der National Portrait Gallery in London; der Calouste-Gulbenkian-Stiftung in Lissabon; und im Stedelijk Museum in Amsterdam. Das Museum of Modern Art und das Whitney Museum of American Art in New York; das Museum of Art of Chicago; der Sculpture Garden in Washington, D.C.; die Vancouver Art Gallery; und das Nagaoka Museum in Japan.

Allen Jones lässt sich von der modernen Kunst (Robert Delaunay, Fernand Léger), der gestischen Abstraktion (Jackson Pollock) sowie der populären und illustrativen Kunst der 1940er und 50er Jahre inspirieren und verschmilzt diese Einflüsse zu einem einzigartigen Stil, in dem figurative und abstrakte Elemente miteinander interagieren.

Jones

In den Gärten von Schloss Vullierens verwischt Allen Jones mit seiner Installation „Sitzende Frau“ die Grenzen zwischen Skulptur, Design und Provokation. Das Werk, geschaffen in seinem unverkennbar kühnen Pop-Stil, spielt mit der Ambivalenz zwischen Objekt und menschlicher Figur. Die stilisierte und sinnliche Frau wird zur funktionalen Stütze: ein Stuhl, ein Möbelstück, das gleichermaßen herausfordert und verführt. Jones hinterfragt unsere Wahrnehmung: Ist es noch eine Skulptur oder bereits ein Konsumobjekt? Hinter der leuchtenden und farbenfrohen Ästhetik thematisiert er die Stellung des weiblichen Körpers in der Gesellschaft und sein Verhältnis zum Bild. „Sitzende Frau“ ist zugleich verführerisch, ironisch und verstörend – sinnbildlich für eine Ära, in der die Kunst als kritischer Spiegel der Popkultur dient.