Der Mut zur Freiheit
Davide Dormino drückt sich durch monumentale Bronzeskulpturen aus, seinem bevorzugten Material. Seine kraftvollen und zutiefst menschlichen Werke erkunden die Begriffe Freiheit, Mut und individuelle Verantwortung. Dormino versteht Skulptur als Raum für den Dialog zwischen Materie und Bewusstsein, in dem Bronze zum Medium einer universellen Reflexion über die menschliche Existenz wird. Seine Werke wie „Atlas Libertatis“, „Breath“, „Eterno“ und „L’Uomo che misura le nuvole“ (Der Mann, der die Wolken misst) vermitteln diese Spannung zwischen Schwere und Leichtigkeit, Begrenzung und Erhabenheit. In seinen Figuren, oft schwebend oder balancierend, scheint die Menschheit danach zu streben, ihre eigenen Grenzen zu überwinden, um einen Zustand innerer Freiheit zu erreichen. Jedes seiner Werke erforscht die Suche nach Sinn, indem es für die Menschheit grundlegende Themen aufgreift (Atlante, 2019).
Er hat in Italien und im Ausland Umweltkunstwerke geschaffen, darunter insbesondere „Breath“ (2011), ein Auftragswerk der Vereinten Nationen, das dauerhaft auf dem Nordrasen des UN-Hauptquartiers in New York installiert ist.
Jedes von Dorminos Werken steht in enger Verbindung mit seinem Standort. Im Freien verschmilzt die Bronzepatina mit den natürlichen Elementen und lädt den Betrachter ein, die Präsenz des Körpers, des Atems und der Zeit zu erfahren. Diese spirituelle und kontemplative Dimension findet im Château de Vullierens einen idealen Rahmen.
Seit 2003 lehrt er Zeichnen, Bildhauerei und Installation an der R.U.F.A. (Hochschule der Schönen Künste Rom).



